Jeder Mensch hat das Recht, sich in seinem eigenen Zuhause wohl und sicher zu fühlen, und dieses Recht schwindet nicht, wenn wir älter werden. Es ändert sich auch nicht, wenn jemand anderes - ein Partner, ein erwachsenes Kind, ein Freund - kurz- oder langfristig mit uns in der Wohnung lebt.
Viele Wohn- und Besuchsregelungen funktionieren gut. Aber manchmal können sich Situationen, die anfangs gut sind, mit der Zeit verändern. Verhaltensweisen und Einstellungen können sich allmählich einschleichen und dazu führen, dass wir uns unwohl und machtlos fühlen.
Ein erwachsenes Kind, das "für eine Weile" zurückgezogen ist, bringt ohne Ihre Zustimmung Personen, Haustiere oder Gegenstände mit.
Unser Partner entscheidet ohne uns über Haushaltsangelegenheiten, überwacht, was wir tun, oder schränkt unsere sozialen Kontakte ein.
Ein Gast ignoriert unsere Vorlieben, wie die Dinge im Haus erledigt werden.
Ein Besucher weigert sich zu gehen, wenn wir ihn darum bitten, oder er verhält sich in der Wohnung auf eine Weise, die uns nicht gefällt.
Vielleicht wissen wir nicht einmal genau, warum wir uns jetzt unwohl fühlen, weil die Veränderungen schleichend oder unbeständig waren. Aber alles, was dazu führt, dass wir uns in unseren eigenen vier Wänden unwohl oder unsicher fühlen, ist nicht in Ordnung und kann manchmal ein Anzeichen für die Misshandlung älterer Menschen sein.
Der Begriff "Misshandlung älterer Menschen" bezeichnet missbräuchliches Verhalten gegenüber älteren Menschen oder mangelnde Fürsorge, die ihnen Schaden zufügt oder sie in Not bringt. Sie kann in allen möglichen Beziehungen und Situationen vorkommen. Sie kann absichtlich oder unabsichtlich erfolgen und ist oft schwer zu erkennen.
Eine Art der Misshandlung älterer Menschen ist psychologisch, d. h. eine Person tut etwas, wodurch wir uns emotional verletzt, beunruhigt, verzweifelt oder herabgesetzt fühlen. Das kann gelegentlich geschehen oder auch andauernd. Wir können verwirrt sein, weil die Person, die uns missbraucht, ihr manipulatives Verhalten mit liebevollen, versöhnlichen Handlungen mischt. Dies wird als "Zwangskontrolle" bezeichnet.
Wir sollten uns nicht von jemandem, der in unserem Haus lebt oder wohnt, verärgert, verängstigt, abgewertet oder ignoriert fühlen. Sich in den eigenen vier Wänden sicher, geborgen und wohl zu fühlen, ist wichtig für unser Wohlbefinden und unsere Unabhängigkeit.
Wenn unsere Entscheidungsfähigkeit nachlässt, könnten wir das Gefühl haben, zu Hause nicht mehr Herr der Lage zu sein. Aber wir können unsere Entscheidungen schützen, indem wir eine dauerhafte Vollmacht ausstellen, in der unsere Wünsche und Präferenzen festgehalten werden, damit andere in unserem Namen handeln können. Auch die Bestellung eines Vormunds kann uns schützen.
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