In einem neuen Positionspapier des Dachverbands der auf die Altenpflege spezialisierten Ärzte heißt es, dass der IAT „die Gefahr birgt, Gebrechlichkeit, Vulnerabilität und klinische Komplexität“ beim Eintritt in das Altenpflegesystem zu unterschätzen.
„Der IAT ist das Tor zur medizinischen Versorgung. Er muss klinisch zuverlässig genug sein, um Risiken zu erkennen, bevor Schaden entsteht“, erklärt die ANZSGM.
Die Organisation warnt davor, dass eine Unterschätzung des Bedarfs zu „unzureichenden Unterstützungsangeboten, vermeidbaren Krankenhauseinweisungen und einem früheren Eintritt in die stationäre Altenpflege“ führen wird.
„Hier geht es nicht um eine technische Formalität, sondern um die klinische Sicherheit.“
Nach einer Überprüfung des IAT-Handbuchs kamen die Fachleute der ANZSGM zu dem Schluss, dass das Instrument die Komplexität des Alterungsprozesses nicht angemessen erfasst.
Im Mittelpunkt der Bedenken steht die „übermäßig starre“, „schwarz-weiß-artige Struktur“ des Instruments, die „ein differenziertes klinisches Urteilsvermögen einschränkt“.
„Die Ergebnisse können je nach Erfahrung des Bewerters erheblich variieren“, und die Gestaltung des Instruments kann „sehr formulierungsabhängig sein, wobei schon kleine Unterschiede in den Antworten zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen führen können.“
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